Mit dem IFA W50 um die Welt: Wie Renato Pietsch von Worbis aus seine Träume lebt
Von Worbis aus die Welt erobert: Wie der „Cowboy des Ostens“ mit Kult-Laster „Willi“ seine Träume lebt
Er ist weder Millionär noch Extremsportler. Und doch hat Renato Pietsch aus Worbis geschafft, wovon viele nur träumen: Er hat die Welt gesehen. Sein Erfolgsrezept? Eine unerschütterliche Vision, Mut und ein legendärer IFA W50 namens „Willi“. Eine Geschichte über einen ganz normalen Mann, der beweist, dass man seine Träume nicht nur träumen, sondern verdammt noch mal leben sollte.
Vom Westfernsehen auf die Piste: Ein Traum mit Vorgeschichte
Aus einem verbotenen Traum wurde grenzenlose Wirklichkeit. Zu DDR-Zeiten saß Renato Pietsch schon am Steuer eines IFA W50 – und geriet ins Schwärmen. Angeregt durch Kult-Serien wie „Auf Achse“, die damals heimlich im Westfernsehen liefen, träumte er davon, eines Tages mit seinem Lastwagen die legendäre Route 66 in Amerika zu erobern. Doch in der damaligen Realität wusste Pietsch genau: Das Ganze war reine Utopie. Schlimmer noch: Selbst das laute Aussprechen solcher Sehnsüchte hätte damals empfindliche Konsequenzen haben können. Die Wende änderte alles. Jahre später wurde es plötzlich möglich, privat einen eigenen Lkw zu besitzen. Für Pietsch gab es kein Halten mehr – er schnappte sich seine Träume und setzte sie in die Tat um.
„Willi“: 9,4 Tonnen pure Unverwüstlichkeit
Das Herzstück seiner außergewöhnlichen Expeditionen ist genau so ein Stück Ost-Automobilgeschichte: ein IFA W50, liebevoll „Willi“ getauft. Kenner wissen Bescheid: Die „50“ im Namen steht stolz für 50 Dezitonnen Nutzlast. Mit einem stattlichen Gesamtgewicht von 9.400 Kilogramm ist der tonnenschwere Koloss für Renato Pietsch weit mehr als nur ein Transportmittel – er ist rollendes Zuhause, treuer Gefährte und der unbestrittene König der Straße zugleich.
27 Jahre Leidenschaft: Jede freie Minute, jede Schraube
Doch hinter dem glänzenden Kult-Laster steckt kein gekauftes Fertigmodell, sondern ein Vierteljahrhundert harte Arbeit. Seit über 27 Jahren schlägt Pietschs Herz nun schon für diesen Lkw. Mit grenzenloser Leidenschaft und eisernem Ehrgeiz verbringt er jede freie Minute in der Werkstatt. Er hat „Willi“ im Laufe der Jahre schon mehrfach komplett zerlegt und wieder zusammengebaut – Renato Pietsch kennt heute jede einzelne Schraube an seinem Fahrzeug persönlich. Es ist ein Lebensprojekt, das Opfer fordert: Nahezu sein gesamtes Erspartes, jeder hart erarbeitete Cent, fließt in den Erhalt und die Optimierung des W50. Wo andere in den Urlaub fliegen, investiert er in unverwüstliche Technik.
Vier Kontinente und 260.000 Kilometer Freiheit
Diese kompromisslose Hingabe zahlt sich auf der Piste aus. Die Reisen führten Renato Pietsch weit weg von der thüringischen Heimat an die entlegensten Orte dieser Welt. Seine Bilanz im Reisetagebuch liest sich wie ein episches Abenteuer: Vier Kontinente hat er mit seinem Lkw bereits bereist, über 30 Länder durchquert und dabei stolze fast 260.000 Kilometer zurückgelegt. Seine Touren führten ihn über Spanien nach Afrika, über den großen Teich nach Amerika und an viele Orte mehr. Ob staubige Wüstenpisten, herausfordernde Bergpässe oder endlose Highways – der „Indiana Jones des Ostens“, wie Pietsch wegen seiner Abenteuerlust auch genannt wird, hat sich die Welt Stück für Stück erobert.
„Man braucht kein Vermögen, um die Welt zu erobern. Man braucht eine Vision und den Mut, den Zündschlüssel umzudrehen.“
Getreu seinem Lebensmotto „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“ zeigt er als bodenständiger Mann, dass für die Verwirklichung von großen Visionen oft gar nicht viel Geld nötig ist – sondern vor allem ein starker Wille. Renato Pietsch hat seine Vision wahr gemacht und zeigt uns damit eines ganz deutlich: Die größten Schranken existieren oft nur in unseren eigenen Köpfen.
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Werden Sie Teil des Abenteuers! Große Träume erfordern auch große Anstrengungen: Treibstoff, Mautgebühren und die aufwendige Beschaffung von Ersatzteilen für den IFA W50 verschlingen auf den weltweiten Expeditionen immense Summen. Um das Kult-Gespann auch in Zukunft auf Achse zu halten und weitere spektakuläre Reisen überhaupt erst zu ermöglichen, freut sich Renato Pietsch über potenzielle Partner und Sponsoren. Egal ob Unternehmen oder Privatperson – wer den „Cowboy des Ostens“ und seinen „Willi“ unterstützt, sichert das Fortbestehen eines einzigartigen Reiseprojekts und wird selbst Teil einer großen, fortlaufenden Vision. |

